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    <subfield code="a">Wir m&#xFC;ssen reden, bevor es zu sp&#xE4;t ist</subfield>
    <subfield code="b">&#xFC;ber radikalen Islam, Integration und unsere Ideale</subfield>
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    <subfield code="a">Literaturverzeichnis: Seite 225-235</subfield>
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    <subfield code="a">Yassir Eric war Islamist. Heute ist er Christ und engagiert sich in Integrationsprojekten. Seit &#xFC;ber 20 Jahren lebt er in Deutschland. Als Migrant wei&#xDF; er aus eigener Erfahrung: Sprachkurse allein reichen f&#xFC;r eine gelungene Integration nicht aus. Als evangelischer Theologe m&#xF6;chte Yassir Eric ein Br&#xFC;ckenbauer zwischen den Religionen und Kulturen sein. Dazu anregen, &#xFC;ber Glauben und Werte zu sprechen, die uns wichtig sind. Auch als Messlatte f&#xFC;r ein gelingendes Miteinander.    Seit den j&#xFC;ngsten Entwicklungen in Afghanistan ist das Thema "Radikaler Islam" wieder verst&#xE4;rkt in den &#xF6;ffentlichen Fokus ger&#xFC;ckt. W&#xE4;chst am Hindukusch eine neue Bedrohung heran? Und ist sie nicht l&#xE4;ngst da?  Auch hierzulande rei&#xDF;en die Nachrichten &#xFC;ber religi&#xF6;s motivierte Gewalttaten nicht ab.    "Wir m&#xFC;ssen reden, bevor es zu sp&#xE4;t ist", sagt Yassir Eric mit Blick auf eine aus seiner Sicht dringend notwendige aber auch sachliche Islam-Debatte. Denn nur so k&#xF6;nnen Islamismus und Extremismus bek&#xE4;mpft werden.    Es darf nicht sein, dass aus religi&#xF6;ser &#xDC;berzeugung Menschen verletzt werden oder ihr Leben lassen m&#xFC;ssen! Und genauso wenig darf es sein, dass durch Taten einzelner Extremisten ein Fremdenhass entsteht oder versch&#xE4;rft wird, der unschuldigen Musliminnen und Muslimen oder Migrantinnen und Migranten allgemein schadet.    Yassir Eric wei&#xDF; genau, worum es geht. Als Kind wuchs er in einer strenggl&#xE4;ubigen Familie eines f&#xFC;hrenden arabischen Clans im Sudan auf. Zwei Jahre verbrachte er in einer Koranschule, wo ihm ein tiefer Hass gegen&#xFC;ber Christen und Juden vermittelt wurde - dieser gipfelte in dem Versuch, mit Freunden einen christlichen Mitsch&#xFC;ler umzubringen.    Eric ist Christ geworden. Deswegen wurde er von seinem Vater versto&#xDF;en. "Das ist lange her. Ich habe seitdem viel gelernt &#xFC;ber das Miteinander von Christen und Muslimen, aber auch &#xFC;ber falsch verstandene Toleranz gegen&#xFC;ber denen, die viele Werte, die uns in der westlichen Welt wichtig sind, mit F&#xFC;&#xDF;en treten", sagt Yassir Eric und erg&#xE4;nzt: "Glaube per se ist kein Integrationshindernis. Doch manchmal stehen religi&#xF6;se &#xDC;berzeugungen im Gegensatz zu unseren Werten - und dar&#xFC;ber m&#xFC;ssen wir reden. Alles Bem&#xFC;hen, damit Menschen in unserer Gesellschaft ankommen, ist nur St&#xFC;ckwerk, wenn wir nicht &#xFC;ber Werte und Einstellungen ins Gespr&#xE4;ch kommen, die eine Integration verhindern k&#xF6;nnen."    Doch auch die Aufnahmegesellschaft ist gefragt: Sie muss sich auf ihre Werte und Ideale besinnen, f&#xFC;r sie einstehen und Integration aktiv gestalten. Denn nur wer selbst Orientierung hat, kann Orientierung geben, ist Eric &#xFC;berzeugt.    Es ist noch nicht zu sp&#xE4;t, aufeinander zuzugehen und gemeinsam die Gesellschaft zu gestalten. Und es lohnt sich: Denn es geht um nicht weniger als um unsere gemeinsame Zukunft.    "Andersgl&#xE4;ubigen trete ich mit Wertsch&#xE4;tzung gegen&#xFC;ber", betont Eric. "Und gerade deshalb scheue ich nicht davor zur&#xFC;ck, in diesem Buch meinen Finger in manche Wunden zu legen: Wir m&#xFC;ssen Denkblockaden beiseiteschieben und &#xFC;ber alles reden, was Menschen daran hindert, mental in unserem Land anzukommen. Auch wenn das bedeutet, dass manche g&#xE4;ngige Interpretation des Islams hinterfragt wird. Wenn wir das nicht machen, scheitern alle Integrationsbem&#xFC;hungen - es entstehen Parallelgesellschaften, die kaum etwas miteinander zu tun haben."</subfield>
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