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    <subfield code="a">Deutscher &#xD6;kumenischer Studienausschu&#xDF;</subfield>
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    <subfield code="b">Leib &#x2013; K&#xF6;rper &#x2013; Embodied Theology</subfield>
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    <subfield code="a">Leipzig</subfield>
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    <subfield code="a">Im Zentrum des christlichen Glaubens steht der gemarterte K&#xF6;rper Christi, des Sohnes Gottes. Des Sohnes Gottes, von dessen Erdenleben Erinnerungen aufgeschrieben worden sind &#x2013; Geschichten, wie er geboren wurde unter schwierigen Umst&#xE4;nden, wie er mit anderen Menschen zusammenlebte, hoffte, sich freute, Entt&#xE4;uschungen erlebte, auch unwirsch war und Schmerzen ertragen musste. Dass in diesem erinnerten Leben Gott selbst &#x201E;klar&#x201C; wird, das meinen doch Christinnen und Christen wohl, wenn sie &#x2013; dem Johannesprolog folgend &#x2013; von &#x201E;Inkarnation&#x201C;, von &#x201E;Fleischwerdung&#x201C; Gottes oder vielleicht besser: Gottes, dem Sohn sprechen. Wie immer man sich das vorstellen mag &#x2013; Christen und Christinnen sind in ihrem Gottesglauben irgendwie ge&#xFC;bt im Seiltanzen zwischen Gott als Mensch und Mensch als Gott. So sehr, dass sie sich eine Jahrtausende alte &#x201E;Leibfeindlichkeit&#x201C; haben vorwerfen m&#xFC;ssen, weil sie offenbar die Bremse zu einer nur materiell gedachten Menschheit Gottes zu straff angezogen hatten. Auch das Leben mit dem Symbol des Gekreuzigten war nicht einfach. In den 1970er Jahren gab es Stimmen &#x2013; nicht wenige aus der feministischen Theologie &#x2013;, die das Kruzifix als gewalttr&#xE4;chtig und missverst&#xE4;ndlich f&#xFC;r das Gottesbild eher in den Schatten stellen wollten. Und im 19. Jahrhundert schon entwickelte sich in der protestantischen Fr&#xF6;mmigkeit eine Art Entv&#xF6;lkerung des Himmels, in dem sich die einzelnen Gl&#xE4;ubigen nach dem Tod in ewiger Gl&#xFC;ckseligkeit allein in Gottes Gegenwart f&#xFC;hlen wollten &#x2013; schmerzfrei, aber auch losgel&#xF6;st aus allen sozialen Bez&#xFC;gen.    Vieles dieser Ph&#xE4;nomene hat auch s&#xE4;kular-kulturelle Spuren. Und so ist es wohl das gegenw&#xE4;rtig erstarkende Bewusstsein, dass der abendl&#xE4;ndische Blick in das Leben nicht die einzige M&#xF6;glichkeit der Weltdeutung darstellt, das eine aktuelle Neubesinnung auf die Bedeutung des K&#xF6;rpers initiiert hat. Sie reicht weit &#xFC;ber die Theologie hinaus und k&#xF6;nnte dieser jetzt auch wieder neu die Augen &#xF6;ffnen auf die eigenen Glaubensweisen. Und so darf man auch gespannt sein, was ein erneuter Blick auf das Ph&#xE4;nomen &#x201E;K&#xF6;rper&#x201C; im &#xF6;kumenischen Kontext bringen wird. Eine Ahnung davon will dieses Heft vermitteln.</subfield>
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