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022 _a0029-8654
110 1 _aDeutscher Ökumenischer Studienausschuß
245 _aÖkumenische Rundschau
_bVergangenheit - Gegenwart - Zukunft: Postkoloniale Perspektiven in den Kirchen
_nHeft 3; 72(2023)
250 _a72,H.3
264 1 _aLeipzig
_bEvangelische Verlagsanstalt
_c2023
520 1 _aDer Kolonialismus hat tiefe Wurzeln der Diskriminierung, Unterdrückung und Ausbeutung geschlagen und bis in die Gegenwart hinein wirkmächtige Prägungen im kulturellen und gesellschaftlichen Wissen, Denken und Verhalten hinterlassen – sowohl in den Ländern der ehemaligen Kolonien als auch in den Ländern der ehemaligen Kolonialmächte. Diese nicht selten tief verborgenen Prägungen können sich in neokolonialen Ideologien und Kräften wie systematischem Rassismus und wirtschaftlicher Ausbeutung fortentwickeln beziehungsweise neu entfalten. Mit der Frage nach dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit und der kritischen Wahrnehmung und Aufarbeitung der durch den Kolonialismus vererbten Prägungen beschäftigen sich seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts die sogenannten postkolonialen Studien. Seit einigen Jahren sind diese Theorien und Ansätze nun auch in Europa nicht nur zu einem festen Bestandteil der akademischen Debatten geworden, sondern eröffnen vermehrt gesellschaftliche, politische und auch kirchliche Auseinandersetzungen um eine kritische und verantwortliche Erinnerung der kolonialen Vergangenheit, um eine Enttarnung der weiterhin wirkmächtigen kolonialen Prägungen und Privilegien in der Gegenwart und um die Suche nach einer veränderten, interkulturellen Gestaltung der Zukunft.
773 1 8 _w0030042
_tÖkumenische Rundschau
999 _c66391
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